Darf ich vorstellen, mein Garten..... (Teil 6)

Liebe OGV-Mitglieder, liebe Leser,

Ein Garten, den ich ein ganzes Jahr besucht und fotografiert habe, ist der von unserem ehemaligen Vorsitzenden Günter Jörg. Dieses versteckte Idyll erstreckt sich hinter dem Wohnhaus an einer sehr befahrenen Straße. An der alten efeubewachsenen Stadtmauer zieht sich der Garten entlang und endet mit ihr am unteren Weg hinter der katholischen Kirche.

Mit diesem Garten wollen wir das neue Jahr der Gartenbesuche einleiten. Er ist sicherlich einer der schönsten und buntesten Gärten  im zeitigen Frühjahr. Hier begeistert ein Blütenmeer von Winterlingen, Schneeglöckchen, Märzenbechern, Frühlingsanemonen und Krokussen. Gerade im unteren naturbelassenen Teil des Anwesens, wo Holzschuppen, große alte Bäume und die efeubewachsene Mauer den eher naturbelassenen Charakter kennzeichnen, können sich diese Frühblüher wild und ungezähmt vermehren. Ein Schauspiel, das sich jedes Jahr termingerecht vollzieht. Im Spätsommer wird das Blütenspektakel von wilden Alpenveilchen abgelöst.

Den mittleren Teil des Geländes mit Gewächshäusern bildet der Gemüsegarten, der zumindest in früheren Zeiten der Eigenversorgung diente. Heute, wo`s körperlich einfach nicht mehr so geht, werden immerhin noch Tomaten und Salat gepflanzt.

Rechterhand eine Holzlaube -zum Ausruhen? Oder doch meistens benutzt für die fachmännische Zucht der geliebten Fuchsien, die Leidenschaft des Gartenbesitzers.

Zuvor wurden die Ableger der Fuchsien in Töpfchen gepflanzt, die in seinem Büro, wo er heute noch seine Morgenzeitung liest, auf den Zeitpunkt warten und gedeihen, bis sie ins Freie dürfen.

Das Gartenhaus – es dient als Büro, als Anzuchthaus für viele Sprösslinge, als Überwinterungshaus für empfindliche Pflanzen, als Lagerhaus für dies und jenes und als Treffpunkt für seine Gartenfreunde.

Dieser vordere Bereich des Gartens hat Waldcharakter. Auch hier drängen unter großen alten Bäumen im zeitigen Frühjahr die Winterlinge durchs alte Laub des letzten Herbstes. Ein paar Monate später wird hier der Farn das Bild beherrschen und die Eichhörnchen sich in den Bäumen gegenseitig jagen.

Man muss es im Garten einfach auch mal wachsen lassen, nicht immer drin rumhacken, dann gibt man der Natur die Chance zu gestalten und den Pflanzen die Ruhe sich zu solch herrlichen farbigen Teppichen zu entfalten. Das war sinngemäß ein Rat von einem der`s wissen muss.

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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