Januar 2023 - Wie ist der Zustand unserer Bienenvölker - was ist zu tun?

Noch hat der Winter die Flora und Fauna mit wechselnden Kälte- und Wärmeperioden fest im Griff. Für die Bienenvölker sind diese wechselnden Temperaturen nicht sehr ideal, veranlassen sie doch die Insekten bei wärmeren und sonnigen Tagen vereinzelt zu „Reinigungsflügen“, um ihre Kotblase zu entleeren. Hierdurch steigt der Futterverbrauch der Bienenvölker, -die nicht mehr in der Wintertraube sitzen- stark an und kann bei „schwäbischer Wintereinfütterung“ sehr schnell zu „Magenknurren“ und im schlimmsten Fall zum Verhungern der Bienen führen.

Beim neugierigen Blick von oben in die Bienenbeuten sitzen die Bienen meist schon zentral in den Wabengassen. Anfang März legt nämlich die Bienenkönigin bereits einige Hundert Eier pro Tag, Tendenz steigend. Etwa Mitte März pflegt ein Bienenvolk nahezu bereits über 10.000 Brutzellen. Was ist also jetzt vorrangig zu tun: zunächst ist eine Futterkontrolle durchzuführen, denn im Februar benötigt ein Bienenvolk noch mindestens 2 Kg, im März 4 Kg und im April 4 kg Futter. Wir haben deshalb bei unseren Bienenvölkern die Futtervorräte kontrolliert und mussten bei einigen Völker noch einmal nach füttern. Trotz guter Pflege haben es ein Wirtschafts- und ein Jungvolk nicht geschafft, lebend zu überwintern. Die Ursache hierfür war durch einen Blick in die Völker schnell gefunden. Aktuell überprüfen wir alle Gegenstände und Materialien, die wir für die in Kürze beginnende Bienensaison aktuell benötigen und richten diese im Lager her. Einige Frühblüher locken die Bienen bei warmer Witterung an und veranlassen diese zur Bestäubung und zum Polleneintrag. Vielerorts kann man vor den Fluglöchern der Bienenstände fasziniert zuschauen, wie die fleißigen Bienen schon vermehrt Pollen in die Bienenstöcke eintragen. Mit Beginn der „Salweidenblüte“ geben wir den „einzargig“ überwinterten Jungvölker einen zusätzlichen Brutraum, um den Völkern mehr Raum für die Brutpflege zu geben und um deren Schwarmlust vorzubeugen.

Klaus Leitz

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