April 2022 - Das neue Bienenjahr hat begonnen

Der Frühling hat sich trotz vereinzelt strenger Nachtfröste und dem unerwarteten Schnellfall bereits eingestellt. Ganz nach dem Motto, „Der April, der April macht was er will“ rechnen wir nach wie vor mit wechselnder Witterung, die es unseren Bienenvölkern

zunächst sehr schwer machen, regelmäßig auszufliegen. Von März bis Juni tragen die Bienen u.a. Blütenpollen, -die auch als Bienenbrot bezeichnet werden- ein, wobei Pollen im Zuge der Aufzucht von Jungbienen immer sofort verfüttert werden.

Man weiß, dass für die Aufzucht einer Jungbiene jeweils eine mit Pollen gefüllte Wabenzelle benötigt wird. Am Bienenstand kann man derzeit sehr schön beobachten, dass die von blühenden Pflanzen und Obstbäumen zurückkehrenden fleißigen Bienen verschiedenfarbige Pollen in den Bienenstock eintragen. Wir hoffen, dass sich mit der Kirschblüte wieder ein besseres und beständigeres Wetter einstellt, damit unsere Bienen die Obstbäume und sonstigen Pflanzen bestäuben, und frischen Nektar einsammeln können. Wir hoffen und sind sehr gespannt, ob in diesem Jahr wieder ein ertragreicher guter Honig geerntet werden kann.

Der Krieg in der Ukraine belastet nach Informationen der Stuttgarter Zeitung auch den Honigmarkt in Deutschland. Im Jahr 2020 wurden nach Daten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft 29.200 Tonnen Honig in Deutschland produziert. Zusätzlich wurden rund 87.800 Tonnen importiert. Die Ukraine und Mexiko waren die wichtigsten Herkunftsländer. Nach Angaben des Verbands, der Honigimporteure und -abfüller vertritt, werden pro Jahr rund 15.000 Tonnen Honig aus der Ukraine eingeführt. "Die fehlenden Honigmengen aus der Ukraine können nicht kurzfristig adäquat durch andere Länder kompensiert werden", hieß es. Der Honigverbrauch pro Kopf in Deutschland lag im Jahr 2020 nach Ministeriumsangaben bei mehr als einem Kilo. Das war im Vergleich zum Vorjahr 2019, in dem jeder 975 Gramm konsumierte, ein leichter Zuwachs. Importeure befürchten Verknappungen. Handelsrouten seien blockiert und die Ukraine sei der wichtigste Lieferant für Honig, sagte Christina Hüsing, Fachreferentin beim Honig-Verband, der Deutschen Presse-Agentur.

Nach Verbandsangaben ist es ungewiss, wann und ob überhaupt wieder Lieferungen aus der Ukraine erfolgen könnten. "Wenn es Verknappungen geben sollte, kann es Preissteigerungen geben." Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 24.03.2022.

KL

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