April 2021 - Nicht nur die Bienen des OGV Ditzingen tun sich dieses Jahr schwer!

„Winter-Frühling-Winter-Frühling-Winter“, so lässt sich die „Achterbahnfahrt“ der Wetterentwicklung im Herbst 2020 und Frühjahr 2021 treffend beschreiben. 

Nach dem relativ milden Januar begann der Februar mit einem kurzen Vorfrühling. Diesem folgte ein massiver Kälteeinbruch, was die Bruttätigkeit und die Bienenpopulation vor ernste Probleme stellte, da ein ausfliegen der Insekten nur bedingt erfolgen konnte. Pollen konnten in den kurzen „Warmperioden“ durch die Bienen nicht in ausreichender Anzahl gesammelt werden, weshalb der Pollenmangel eine Stagnation oder Einschränkung der Brutentwicklung zur Folge hatte. Durch das Verbleiben im Bienenstock wurden zusätzlich die Futterreserven sehr in Mitleidenschaft gezogen. Pünktlich zum kalendarischen Frühlingsanfang am 20. März startete dann der Frühling erneut und legte kurz darauf wieder eine Pause ein; nach Ostern wurde es wieder deutlich kälter und bis etwa Mitte April, -ganz nach einer alten Bauernregel: „-der April macht was er will-“ soll es weiter sehr wechselhaft und kühl bleiben.

Bienenvölker und das Wetter im Frühjahr;
Die Bienen richten sich immer nach dem Wetter! In der Regel beginnen Bienenvölker je nach Wetterlage und Außentemperatur bereits im Januar mit dem Brüten. Das

„Warmhalten“ der Brut bedingt, dass das Bienenvolk Tag und Nacht im Bienenstock eine gleichmäßig warme Temperatur zwischen 34° und 35° C halten muss. Um dies bewerkstelligen zu können, gehen die Bienen verstärkt an die Futterreserven im Bienenstock. Herrscht bei wärmeren Temperaturen jeden Tag Flugwetter vor, dann nimmt die Anzahl der Brutzellen im März und April in der Regel linear deutlich zu. Mit dem Schlupf der Brutmenge setzt ein deutliches Anwachsen der Bienenzahl mit Beginn der „Kirschblüte“ ein. Unsere Völker haben bereits im Januar etwas Brut,

-allerdings wegen den „Wetterkapriolen“ deutlich weniger als im Vorjahr- angelegt. Wenn in der zweiten Aprildekade das Wetter anhaltend besser werden sollte, die Temperaturen ansteigen und dann Kirschbäume, Löwenzahn und andere Nektarspender in voller Blüte stehen, befliegen unsere Bienen wieder die Blüten, bestäuben diese und bringen Nektar ein.

 

 

 

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