Juni 2021 Bienen Frühling

Der Frühling war zu kalt und der Mai war es auch

Der diesjährige April, -so vermeldete der Deutsche Wetterdienst- war der kälteste Monat seit 40 Jahren, also seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Auch unsere Bienen konnten deshalb häufig nicht ausfliegen und waren in der Folge nahezu nicht in der Lage, Nektar zu sammeln, so dass vereinzelt sogar Notfütterungen notwendig waren. Auch der Mai und der Anfang Juni waren in weiten Teilen viel zu kühl. Da die Bienen aufgrund der kühlen und unbeständigen Wetterlage nahezu keine „Ausflüge“ zu ergiebigen Trachtquellen machen konnten, kann in diesem Jahr von unseren fleißigen Bienen leider kein Frühjahrshonig geerntet werden! Auffällig ist, dass sich die Bienen aufgrund der ansteigenden Population im Stock und des wenig einzutragenden Nektars aktuell stärker in Schwarmstimmung befinden. Um diesem natürlichen „Schwärmen“ Einhalt zu gebieten, haben wir einige Ableger gemacht, um damit die Völker sanft zu schröpfen und dadurch den Völkerbestand des OGV Ditzingen e.V. zu erweitern und/ oder Jungköniginnen für die Verjüngung des aktuellen Bestands zu gewinnen. Zum meteorologischen Sommerbeginn am 1. Juni stellte sich endlich, endlich wieder etwas besseres Wetter ein. Es bleibt zu hoffen, dass die Temperaturen weiter steigen und das Wetter sich stabilisiert, so dass wir nach dem kompletten Ausfall des Frühtrachthonigs doch noch einen guten Sommerhonig ernten können. Nicht nur die Völker sind in Ihrer Entwicklung weit zurück, sondern auch die Pflanzen. Der Weißdorn blüht und Ahorn-, Robinien- und Lindenblüte kommen erst noch als weitere Trachtquelle hinzu. Je nach Entwicklung der Völker warten auch die Bienen nur auf anhaltendes, schönes Wetter, um endlich ergiebig Nektar sammeln zu können.

Was ist derzeit zu tun:

> Schwarmkontrolle

> verdeckelte Drohnenbrut schneiden

> Jungvolkbildung

> Jungvölker füttern

> Königinnenzucht

KL

 

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Mai 2021 - Was ist am Bienenstand des OGV Ditzingen e.V. zu tun?

Sehr kühl war es in den vergangenen Wochen, vor allem in den Nächten wurden teilweise tiefe Temperaturen bis an die Null-Grad Grenze erreicht. Die letzten Wochen waren deshalb in den meisten Regionen und auch bei uns in Ditzingen nicht besonders bienenfreundlich. Die Salweide konnte vielerorts trotz alledem wenigstens durch die Bienen erreicht werden und lieferte neben hochwertigem Pollen auch etwas Nektar. Durch die kühlen Temperaturen blieb jedoch die Futtersituation auch bei unseren Bienenständen nach wie vor sehr angespannt. Die diesjährige Kälteperiode hat deshalb viele Völker in der Entwicklung ausgebremst, so dass eine Erweiterung erst später als in den Vorjahren vorgenommen werden konnte. Aktuell stehen aufgrund der wärmeren Witterung regelmäßige Schwarmkontrollen an. Schwarmtrieb lenken bedeutet auch für uns, dass ab etwa Ende April bis etwa Ende Juni alle 7 Tage in den Bienenzargen evtl. vorhandene Schwarmzellen gebrochen werden müssen, um das Abschwärmen der Völker zu verhindern. Wird dabei auch nur eine Schwarmzelle übersehen, geht ein Schwarm vom Volk ab. Eine regelmäßige Schwarmkontrolle kann deshalb den Verlust von Schwärmen weitestgehend vermeiden und zum Überleben des ausgezogenen Volkes beitragen. Denn ein ausgezogenes Volk ist in der Regel in der freien Natur und sich selbst überlassen dem Tod geweiht, sollte es nicht rechtzeitig eingefangen werden. Welche vordringlichen Arbeiten stehen deshalb die nächsten 3 Monate an? ·Völkererweiterung ·Drohnenrahmen als Varroamilbenfalle geben und ausschneiden ·Schwarmkontrolle im 7-Tage Rhythmus ·Ablegerbildung. Wir kombinieren meistens die Schwarmkontrolle und das Schwarmzellenbrechen mit der Bildung von Brutablegern, um somit die natürliche Schwarmlust eines Bienenvolks zusätzlich zu dämpfen. Mit Beginn der Kirschblüte haben wir unseren Völker bereits die Honigräume über Absperrgitter aufgesetzt und gleichzeitig einen Baurahmen (Drohnenrahmen) in der oberen Brutraumzarge zur Reduzierung der Varroamilbe eingehängt. Wir sind guter Hoffnung, dass das Wetter anhaltend gut bleibt und unsere „OGV-Bienen“ somit eine gute Tracht vorfinden und reichlich Nektar für einen diesjährigen guten Ditzinger Honig eintragen können.

KL

 

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April 2021 - Bienenhotel mit Vollpension

Liebe Leserinnen und Leser,

Bienenhotel, in Fachkreisen benutzt man lieber die Bezeichnung Nisthilfen für Wildbienen, finden wir mittlerweile in vielen Gärten, auf Terrassen und Balkonen. Bauanleitungen gibt es im Internet zu Hauf. Baumärkte sowie Amazon und Co. bieten bereist bezugsfertige Behausungen an.  Nicht alle entsprechen den artgerechten Vorgaben. Eine gute Orientierungshilfe ist z.B. die Seite des NABU: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/hautfluegler/bienen/13704.html.

Aber auch die Wildbienen leben nicht von Luft und Liebe allein, sondern brauchen Einzelhandelsgeschäfte der Grundversorgung oder noch lieber Einladungen zum Lunch vom Hotelier.

Hier ein paar Hinweise, welche Beet- und Balkonpflanzen zum Naschen anlocken.

Fächerblume

Portulakröschen

Südamerikanischer Strauchsalbei

Topf-Dahlien

Topf-Sonnenblume

Topf-Strohblume

Vanilleblume

Wandelröschen

Zauberschnee, Schneegestöber

Zweizahn

Ihre Gäste freuen sich über das Pollenbuffet. Als Dankeschön für die Einladung werden sie sich mit eifrigem Bestäuben bedanken.

Genießen Ihren Garten, sei er groß oder noch so klein und bleiben Sie optimistisch.

Helmut Bier

 

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April 2021 - Nicht nur die Bienen des OGV Ditzingen tun sich dieses Jahr schwer!

„Winter-Frühling-Winter-Frühling-Winter“, so lässt sich die „Achterbahnfahrt“ der Wetterentwicklung im Herbst 2020 und Frühjahr 2021 treffend beschreiben. 

Nach dem relativ milden Januar begann der Februar mit einem kurzen Vorfrühling. Diesem folgte ein massiver Kälteeinbruch, was die Bruttätigkeit und die Bienenpopulation vor ernste Probleme stellte, da ein ausfliegen der Insekten nur bedingt erfolgen konnte. Pollen konnten in den kurzen „Warmperioden“ durch die Bienen nicht in ausreichender Anzahl gesammelt werden, weshalb der Pollenmangel eine Stagnation oder Einschränkung der Brutentwicklung zur Folge hatte. Durch das Verbleiben im Bienenstock wurden zusätzlich die Futterreserven sehr in Mitleidenschaft gezogen. Pünktlich zum kalendarischen Frühlingsanfang am 20. März startete dann der Frühling erneut und legte kurz darauf wieder eine Pause ein; nach Ostern wurde es wieder deutlich kälter und bis etwa Mitte April, -ganz nach einer alten Bauernregel: „-der April macht was er will-“ soll es weiter sehr wechselhaft und kühl bleiben.

Bienenvölker und das Wetter im Frühjahr;
Die Bienen richten sich immer nach dem Wetter! In der Regel beginnen Bienenvölker je nach Wetterlage und Außentemperatur bereits im Januar mit dem Brüten. Das „Warmhalten“ der Brut bedingt, dass das Bienenvolk Tag und Nacht im Bienenstock eine gleichmäßig warme Temperatur zwischen 34° und 35° C halten muss. Um dies bewerkstelligen zu können, gehen die Bienen verstärkt an die Futterreserven im Bienenstock. Herrscht bei wärmeren Temperaturen jeden Tag Flugwetter vor, dann nimmt die Anzahl der Brutzellen im März und April in der Regel linear deutlich zu. Mit dem Schlupf der Brutmenge setzt ein deutliches Anwachsen der Bienenzahl mit Beginn der „Kirschblüte“ ein. Unsere Völker haben bereits im Januar etwas Brut,

-allerdings wegen den „Wetterkapriolen“ deutlich weniger als im Vorjahr- angelegt. Wenn in der zweiten Aprildekade das Wetter anhaltend besser werden sollte, die Temperaturen ansteigen und dann Kirschbäume, Löwenzahn und andere Nektarspender in voller Blüte stehen, befliegen unsere Bienen wieder die Blüten, bestäuben diese und bringen Nektar ein.

 

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Januar 2021 - Auswinterung, Ruhe am Bienenstand, -Rückblick auf das Jahr 2020-

Das Jahr 2020 wird uns noch sehr lange in Erinnerung bleiben. Nicht Fragen der Bienenviren und Varroamilben haben uns überwiegend beschäftigt, sondern ein Virus, das uns Menschen selbst betroffen hat und sicherlich noch eine längere Zeit im Alltag beschäftigen wird. Unseren geplanten Neuimkerkurs mussten wir aufgrund der Pandemie nach einem ersten Treffen im Frühjahr 2020 ebenfalls absagen. Das Bienenjahr selbst war im Vergleich zu früheren Jahren eher durchschnittlich.

Trachtverlauf: Bundesweit lag der durchschnittliche Honigertrag in der Frühtrachternte bei 15,7 kg, während die Sommertrachternte bei 15,0 kg lag. Obwohl unsere Bienen diesen Durchschnittwert im Honigertrag nicht erreichten, waren wir trotz alledem mit der Sammelleidenschaft, der Qualität und der Quantität des Honigs zufrieden.

Entwicklung der Bienenvölker: Unsere Bienenvölker haben sich aufgrund unserer Pflege befriedigend bis gut entwickelt! Um unsere Bienenvölker brauchen wir uns deshalb zunächst keine Sorgen machen, da wir diese gut gepflegt und „eingewintert“ haben. Trotzdem gilt es, den bewährten Imker-Grundsatz zu beachten: „Egal ob man ein schlechtes Gewissen hat oder zu optimistisch ist, angesagt ist: „abwarten bis zum ersten Reinigungsflug“. Es macht deshalb wenig bis überhaupt keinen Sinn, vorher immer wieder nachzusehen, ob „sie noch da sind.“ Solche Kontrollen, -vor allem durch besorgte Jungimker immer gerne und eifrig durchgeführt- sind kontraproduktiv und stören nur unnötigerweise die Winterruhe der Bienen. Lassen wir also unseren Bienen ihre Winterruhe in der Bienentraube und vertrauen darauf, dass alle Völker den diesjährigen Winter verlustlos überstehen, um in das neue Bienenjahr 2021 kraftvoll zu starten.

Denken Sie daran, ihre Honigvorräte zu ergänzen, denn noch gibt es ausreichend Honig beim OGV Ditzingen e.V. Bei Familie Reinhold Zipperer, Tel.: 07156/31671 können Sie gerne ihren Ditzinger Honig ordern und abholen.

KL

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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August 2020 - Was tut sich derzeit am Bienenstand des OGV Ditzingen e.V.

 

Die vor rund 60 Jahren aus Asien nach Europa eingeschleppte Milbe Varroa destructor gilt als eine der größten Bedrohungen der europäischen Honigbienen, denn die parasitischen Milben saugen das Blut von Bienenlarven, Puppen und ausgewachsenen Bienen und schwächen ihre Abwehr. Hinzu kommt, dass diese Milben oft tödliche wirkende Bienenkrankheiten wie das Flügeldeformationsvirus u.a. übertragen können. Die Varroa destructor Milben sind deshalb neben Pestiziden und landwirtschaftlichen Monokulturen eine Ursache für das Absterben von Bienenvölkern. Was tun wir gegen das beeinflussbare Bienensterben durch diesen Parasiten? Die Kontrolle der Milben ist deshalb das Mittel der Wahl einer frühen und erfolgversprechenden Behandlung dieses Bienenparasiten und die übertragbaren Viren! Daher gilt es rechtzeitig zu erkennen, in welchen Völkern eine zu hohe Milbenlast vorhanden ist. Entscheidend ist nicht allein, wie viele Milben durch die Behandlung abfallen, sondern vielmehr, wie viele im Volk verblieben sind. Unsere Bienen werden deshalb bei einer nicht mehr akzeptablen Milbenlast, -und nur dann- mit organischer Ameisensäure behandelt. Eine Erfolgskontrolle mit Auszählung der gefallenen Milben auf dem eingebrachten Varroaschieber, wird dann nach ca. 2 Wochen nach Behandlungsende durchgeführt. Der Milbenbefall sollte nach der Behandlung idealerweise unter 1 Milbe/Tag liegen. Auch bei geringer Milbenlast ist weiter Vorsicht walten zu lassen, da sich die in den Völkern befindlichen Restmilben weiter vermehren und es zu Reinvasionen kommen kann. Deshalb sind im Abstand von 2 – 3 Wochen bis zum Ende der Flugperiode unbedingt weitere Kontrollen erforderlich. Unsere Hauptaufgaben sind derzeit: Varroabehandlung; Varroakontrollen; Fluglöcher aufgrund von räubernden Wespen einengen; Auffütterung für den Winter; Vereinigung oder Auflösung schwacher Völker; Einengung, Wabenerneuerung (wir wollen ja einen eingelagerten, qualitativ hochwertigen Honig und einen „Wohlfühlsitz für die Bienen“); Waben wachsmottensicher aufbewahren; alte Waben einschmelzen. Auch die Wespenpopulation entwickelte sich dieses Jahr wieder auffallend stark, die sich nicht nur auf das in den Streuobstwiesen gefallene Obst stürzen, sondern auch immer wieder versuchen in die Bienenstöcke einzudringen, um sich an den eingelagerten Futterreserven zu bedienen. Jungvölker sind aufgrund der Bienenmasse zu schwach und deshalb besonders durch räubernde Wespen gefährdet! Erst wenn die „yellow jackets“ (Wespen) über das Flugloch in die Bienenstöcke gefahrlos eindringen, bemerken betroffene ImkerInnen manchmal erst, dass etwas an der aktuellen Volksstärke im „Argen“ liegt. Deshalb gilt es auf der Hut zu sein, indem geschwächte, aber gesunde Völker zur überlebensfähigen Volksstärke untereinander vereinigt und deren Fluglöcher verkleinert werden. Denken Sie daran, wenn Sie qualitativ hochwertigen Deutschen Honig erwerben wollen. Von unseren eigenen Bienen erzeugt, gibt der OGV Ditzingen e.V. wieder Echten Deutschen Blütenhonig und Sommerblütenhonig über Reinhold Zipperer, Tel: 07156/31671 ab.

KL

 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Was gibt es derzeit am Bienenstand des OGV Ditzingen zu tun?

Varroamilbenbefall kontrollieren - Jungvölker pflegen - auf Räuberei achten – bei den Völker trachtabhängig den Sommerhonig abernten - ausgeschleuderte Waben von den Bienen säubern lassen – Futterkontrolle – ergänzende Varroabekämpfung vorbereiten und durchführen.

Wie unterschiedlich sich doch die Witterung derzeit darstellt. Während es in weiten Teilen Deutschlands seit Tagen kühl und regnerisch ist, so ist es in unserer Region warm, sonnig und tageweise auch etwas kühler mit einzelnen Regenschauern. Während viele Imker/Innen dabei sind, bei ihren Völker die letzte Honigernte durchzuführen, haben wir vom OGV Ditzingen e.V. überlegt, ob wir die letzten Wochen noch weitere Honigräume bei einigen leistungsstarken Völkern aufsetzen. Da der Trachtverlauf, also das Nektarangebot stark rückläufig ist, sind wir aber davon abgekommen. Unsere Bienen können durch unseren Verzicht auf die Gabe von weiteren Honigräumen, den restlichen Nektar als Futtervorrat in ihre Bruträume einlagern. Unsere Imker werden noch im Monat Juli den ertragreichen Sommerhonig aus den Völkern entnehmen und aus den Honigwaben ausschleudern. Parallel hierzu gilt es ständig auf die für die Honigbienen tödliche Milbenlast in den Völker zu achten und rechtzeitig Gegenmaßnahmen zur Gesunderhaltung und Begrenzung der Schadschwelle der Bienenvölker einzuleiten. Die Milbenbelastung der Völker ist ein individuelles Problem und fällt zum Teil sehr unterschiedlich aus. Alle drei Wochen kann sich die Milbenpopulation exponentiell verdoppeln/ oder verdreifachen. Deshalb liegt es an uns verantwortungsvoll handelnden Imkern und Imkerinnen, durch regelmäßige Kontrolle der Milbenlast schadschwellenorientiert zu handeln, um ein sichereres Überleben unserer so wichtigen „Bestäuber“ zu gewährleisten. Es gibt wieder unseren neuen Honig, -geerntet in Ditzingen- beim OGV Ditzingen e.V. Echter Deutscher Honig - können Sie bei Reinhold Zipperer, Tel. 07156/31671 ab sofort ordern und erwerben.

KL

 

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Schwarmverhinderung

Von April bis zur Sommersonnenwende Ende Juni kommt der „Imker ins Schwärmen“… …Schwarmverhinderung ist das Gebot der Stunde

Gute Alt-Königinnen und etwa ihr halbes Volk in einem Schwarm zu verlieren, bringt nicht nur gehörigen Frust, sondern führt je nach Witterung auch zwangsläufig zum Tod des ausgeschwärmten Volks, sofern es nicht zeitnah eingefangen werden kann. Kluge, tierschutzorientierte Imker und Imkerinnen beugen der Schwarmlust der Bienenvölker vor, indem sie exakt alle 7 Tage von April bis Ende Juni den oberen Brutraum ankippen und inspizieren, ob die schwarmlustigen Bienen im Bereich der unteren Ränder der Rähmchen bestiftete Weiselzellen angelegt haben. Es reicht bereits eine bestiftete Weiselzelle (Schwarmzelle mit weißem Ei) aus und schon befindet sich das Bienenvolk in Schwarmstimmung. Liegt dies vor, muss jedes einzelne Wabenrähmchen gezogen und nach weiteren Schwarmzellen abgesucht und diese ausgebrochen werden. Hat der/ die Imker/In nur eine Schwarmzelle übersehen, geht der Bienenschwarm mit Sicherheit ab. Einigen Imker ist es leider egal, ob ein Bienenvolk schwärmt. Man argumentiert zunächst richtigerweise damit, dass es zur Natürlichkeit eines Bienenvolks gehört, zu schwärmen, vergisst aber häufig die unvermeidliche Folge, dass ein geschwärmtes Volk, das nicht eingefangen wird oder eingefangen werden kann, in unserer „ausgeräumten“ Landschaft keinerlei Überlebenschancen hat. Deshalb kümmert sich ein verantwortungsvoller Imker oder Imkerin durch entsprechende Maßnahmen immer zuerst um das Wohlergehen und das Überleben seiner Honigbienen und erst in zweiter Linie um den Honigertrag. Imkern ist immer praktizierter Naturschutz, denn ohne die Honigbienen, Wildbienen, Hummeln und der sonstigen Bestäuber und Insekten gibt es keine wohlschmeckenden, heimischen Nahrungserzeugnisse. Scheuen Sie sich also nicht, erkannte Bienenschwärme die irgendwo an Bäumen, Sträuchern, Gebäuden etc. hängen, dem OGV Ditzingen e.V. oder dem Ihnen bekannten Imker mitzuteilen. Denn nur durch ein einfangen der geschwärmten Bienenvölker wird verantwortungsvoller Tierschutz erst möglich. Der OGV Ditzingen, e.V. bietet ab sofort wieder den diesjährigen wohlschmeckenden neuen naturbelassenen Deutschen Honig an. Ihre Bestellungen können Sie gerne bei Reinhold Zipperer, Tel. 07156/ 31671 abgeben.

 

KL

 

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Mai 2020 Frühtrachtverlauf

Frühtrachtverlauf – Honigernte bei den Bienen des OGV Ditzingen e.V.

Die jahreszeitlich früh begonnene Vegetation mit relativ guten Wetterperioden und vielen „Frühblühern“ haben die Sammelleidenschaft unserer Honigbienen in diesem Frühjahr stark angeregt. Die Honigbienen waren ständig und emsig unterwegs, um eifrig Blüten unseres heimischen Obstes und der übrigen Flora zu bestäuben und Nektar zu sammeln. Der April war in seiner ersten Hälfte eher „durchwachsen", dann einige Tage lang sommerlich und endete relativ kühl. Die anschließenden warmen Tage haben vor den „Eisheiligen“ zu einem beständigen Nektareintrag geführt, der sich in quantitativ guten Honigerträgen niedergeschlagen hat. Bereits im April gerieten einzelne Völker in Schwarmstimmung. Im Mai, an dem mittags das Thermometer auf über 20° C angestiegen ist, folgten andere Schwärme, sofern der/die Imker turnusgemäß nicht alle 7 Tage ihre Völker überprüft und dagegen Vorsorge getroffen hat. Wir selbst mussten bislang keine Bienenschwärme einfangen. Was sind nun die Folgen von Schwarmabgängen: - abgeschwärmte Völker bringen (vorerst) keinen Honig mehr; -die Schwärme sind dem Tode geweiht, wenn sie nicht gefangen werden; -die meisten Unfälle in der Imkerei passieren beim Schwarmfang, wenn die Bienenschwärme aus hohen Bäumen geborgen werden müssen. Es gibt ihn wieder, das lang erwartete „süße Gold“, -unseren qualitativ hochwertigen Honig beim OGV Ditzingen e.V. Wir haben in diesem Jahr aufgrund des sehr zeitigen und guten Frühtrachtverlaufs von unseren Völkern einen qualitativ hochwertigen, aromatisch sehr guten Honig geerntet und sind mit der Sammelleidenschaft unserer Honigbienen hoch zufrieden. Liebhaber und Genießer von Echtem Deutschen Honig können sich ab sofort wieder mit dem OGV Ditzingen e.V., Reinhold Zipperer, Tel.: 07156/ 31671 oder auch persönlich in Verbindung setzen.  

KL

 

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  • 2020_05_28_frühtrachtverlauf_002
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