Mai 2020 Frühtrachtverlauf

Frühtrachtverlauf – Honigernte bei den Bienen des OGV Ditzingen e.V.

Die jahreszeitlich früh begonnene Vegetation mit relativ guten Wetterperioden und vielen „Frühblühern“ haben die Sammelleidenschaft unserer Honigbienen in diesem Frühjahr stark angeregt. Die Honigbienen waren ständig und emsig unterwegs, um eifrig Blüten unseres heimischen Obstes und der übrigen Flora zu bestäuben und Nektar zu sammeln. Der April war in seiner ersten Hälfte eher „durchwachsen", dann einige Tage lang sommerlich und endete relativ kühl. Die anschließenden warmen Tage haben vor den „Eisheiligen“ zu einem beständigen Nektareintrag geführt, der sich in quantitativ guten Honigerträgen niedergeschlagen hat. Bereits im April gerieten einzelne Völker in Schwarmstimmung. Im Mai, an dem mittags das Thermometer auf über 20° C angestiegen ist, folgten andere Schwärme, sofern der/die Imker turnusgemäß nicht alle 7 Tage ihre Völker überprüft und dagegen Vorsorge getroffen hat. Wir selbst mussten bislang keine Bienenschwärme einfangen. Was sind nun die Folgen von Schwarmabgängen: - abgeschwärmte Völker bringen (vorerst) keinen Honig mehr; -die Schwärme sind dem Tode geweiht, wenn sie nicht gefangen werden; -die meisten Unfälle in der Imkerei passieren beim Schwarmfang, wenn die Bienenschwärme aus hohen Bäumen geborgen werden müssen. Es gibt ihn wieder, das lang erwartete „süße Gold“, -unseren qualitativ hochwertigen Honig beim OGV Ditzingen e.V. Wir haben in diesem Jahr aufgrund des sehr zeitigen und guten Frühtrachtverlaufs von unseren Völkern einen qualitativ hochwertigen, aromatisch sehr guten Honig geerntet und sind mit der Sammelleidenschaft unserer Honigbienen hoch zufrieden. Liebhaber und Genießer von Echtem Deutschen Honig können sich ab sofort wieder mit dem OGV Ditzingen e.V., Reinhold Zipperer, Tel.: 07156/ 31671 oder auch persönlich in Verbindung setzen.  

KL

 

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Immenblumen

Immenblumen nützlich schön,

in Gärten und auf Wiesen steh‘n.

Mit Menschenhilfe hingebracht,

entfalten sie nun ihre Pracht.

Insekten können sich da laben,

richtig Futter damit haben.

Wildbienen klein und Taubenschwänzchen,

füllen sich da ihr Ränzchen.

Tragen Pollen hin und her,

für Lebensvielfalt bunt und mehr.

Sich ganz natürlich zu vermehren,

sollte man Blumen nicht verwehren.

Drum lasst die Mäher lange steh‘n,

um Blüten- und Samenpracht zu sehn.

Immenblumen nicht vergessen,

sonst sind wir alle aufgesessen.

Lasst die Bienen emsig walten,

um Artenvielfalt zu erhalten.

Holzbienen, große schwarze Brummer

und millimeterkleine Summer.

Ja, die Honigbienen gar,

machen gutes Frühstück wahr.

Auch Immenblumen in der Stadt,

sollen blühen süß und satt.

Gemeinden müssen munter werden,

mit Blühn Insekten gut verehren.

Städte gehen beispielhaft voran,

zeigen was man machen kann.

(Gerhard Bialas, Bienenpflege 04/2020, Seite 177)

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Januar 2020 - Aktivitäten zum Erhalt von Flora und Fauna

„75 Prozent unserer wichtigsten Kulturpflanzen sind von der Bestäubungsleistung von Insekten abhängig. Doch global verzeichnen Insektenpopulationen dramatische Rückgänge. So sind etwa bei der Hälfte der 561 Wildbienenarten in Deutschland die Populationen rückgängig. Das stellt der Insektenatlas 2020 fest, den die Heinrich-Böll-Stiftung und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) heute in Berlin erstmalig vorgestellt haben. Insekten halten das ökologische System dieses Planeten am Laufen. So droht beim Wegfall tierischer Bestäubung Obst- und Gemüsesorten wie Äpfeln, Kirschen, Pflaumen oder Gurken ein Ernterückgang von bis zu 90 Prozent“, Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung vom 08.01.2020).

Wir, die Mitglieder des OGV Ditzingen e.V. wollen auch in diesem Jahr wieder aktiv dazu beitragen, um die einzigartige Flora und Fauna zu verbessern und zu erhalten. Dazu gehört neben vielen Aktivitäten wie der sachgerechten Pflege der Streuobstwiesen, auch die Erhaltung und der Schutz unserer Insekten als „Bestäuber“ der so wichtigen und lebenserhaltenden Wild- und Kulturpflanzen. Die menschliche Ernährung ist nämlich existenziell abhängig von dieser Bestäubungsleistung. Nicht nur wegen des Honigs hält der Mensch also seit Jahrhunderten Bienen: Die Arbeiterinnen eines einzigen Bienenstocks können täglich zwei bis drei Millionen Blüten anfliegen.

Im abgelaufenen Jahr hat unser Neuimkerkurs reges Interesse gefunden und viele Teilnehmer dazu bewogen, in die Hobbyimkerei einzusteigen. Wir bieten deshalb, wie bereits im Vorjahr wieder einen Neuimkerkurs an, um den Teilnehmern den sachgerechten Umgang der Bienenhaltung in Theorie und Praxis nahezubringen.

Interessierte können sich ab sofort bei Reinhold Zipperer, stv. Vorsitzender des OGV Ditzingen e.V. unter Tel.: 07156/ 31671 melden

oder per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

KL

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Oktober 2019 - Alle Jahre wieder....

…das gleiche Prozedere: Stärke, Futtervorrat und Varroabefall der Völker beurteilen

Unsere Völker sind derzeit stark genug und für die Überwinterung gut gerüstet, wenngleich der ausreichende Futtervorrat und die Varroabelastung ständig im Auge behalten werden muss. Denn „gute Volksentwicklung bedeutet vermehrte Varroamilben“ und „gute Volksentwicklung bedeutet hohen Futterverbrauch“. Witterungsbedingt befliegen die Bienen derzeit noch Blütenpflanzen wie Senf, Efeu, Springkraut, Phacelia und andere Pflanzen, sofern es warm genug ist. Zurzeit fallen am Flugloch besonders die Sammlerinnen auf, die viele gelb leuchtende „Pollenhöschen“ eintragen oder auf dem Rücken weiß bestäubt sind. Unsere Bienen pflegen aufgrund der warmen Jahreszeit immer noch etwas Brut. Drei Wochen nach einer Kaltwetterperiode bzw. dem ersten Kälteeinbruch herrscht allerdings allgemeine Brutfreiheit, das bedeutet, dass die Königin die Eiablage einstellt. Und trotzdem ist darauf zu achten, dass ausreichende Futtervorräte vorhanden sind. Die Kontrolle des Futtervorrats erfolgt durch einfaches Anheben der „Bienenbeute“ oder wer seinem „Gewichtsgefühl“ nicht traut und sich unsicher ist, durch wiegen mit einer digitalen Kofferzugwaage. Wir hoffen nun, dass unsere Bienen die nun anstehende kältere Jahreszeit gut überstehen und es keine Völkerverluste geben wird.

KL

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Honigernte 2019 beendet

OGV Ditzingen e.V. hat diesjährige Honigernte beendet

Wie bei vielen Imkern im Mittleren Neckarraum, ist die diesjährige erste Honigernte aufgrund der spät eingesetzten Früchtracht und der nicht idealen Witterung ersatzlos ausgefallen. Wir konnten wenigstens bei der nur einen Honigschleuderung trotzdem einen qualitativ gut schmeckenden Sommerhonig von unseren fleißigen Bienen ernten. Vielen Imkern in Deutschland erging es ähnlich und manche konnten dieses Jahr überhaupt keinen Honig ernten, da die Bienen diesen eingetragenen Vorrat witterungsbedingt selbst verbraucht haben. Wir waren trotz alledem zufrieden, wenngleich die diesjährige Honigernte gegenüber dem Vorjahr quantitativ wesentlich schlechter ausgefallen ist. Lag dies auch an den Klimaveränderungen?

Wir wissen es nicht bzw. können es nicht wissenschaftlich verifizieren, aber die Vermutung liegt doch sehr nahe, dass die Klimaveränderungen sehr eng mit den naturbedingten Gegebenheiten und ihren Lebewesen korrelieren. Unsere Neuimkerinnen und Neuimker vom Imkerkurs des OGV Ditzingen e.V. waren bei der ersten Honigernte sehr engagiert bei der Sache und konnten sich bereits auf ihre ersten, eigenen Honige sehr freuen. 

KL


 

Bild 1: Neuimkerinnen bei der Honigernte

 

Bild 2: Eine Honigwabe wird mit der Entdeckelungsgabel bearbeitet

 

Bild 3:……und das süße „Gold“ fließt und fließt……….

 

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Schwarmzeit - Spontan improvisieren oder planvoll agieren? April 2019

Schwarmzeit - Spontan improvisieren oder planvoll agieren?

Witterungs- und jahreszeitlich bedingt ist von Mitte April an bis Mitte Juli mit schwärmenden Bienen zu rechnen. Will man nicht von April bis Ende Juni jeden Tag zwischen 10 und 15 Uhr bei seinen Völkern ununterbrochen beobachtend ansitzen, müssen zur Schwarmvermeidung wöchentliche Kontrollen zur Absuche von mit frischen Eiern belegten Weiselzellen durchgeführt werden. Denn schwärmende Bienen sammeln sich meist nur für etwa eine Stunde in der Nähe des Muttervolkes, danach sind sie fort und meist nicht mehr auffindbar. Kann ein Bienenschwarm nicht eingefangen werden, bedeutet dies meist das „Todesurteil“ für das in freier Natur aufhältliche und sich selbst überlassene Volk.

Schwarmvorbeugung und -verhinderung durch die Imkerin/den Imker/ist deshalb vor allem auch praktizierter, aktiver Tierschutz!

Wir führen deshalb regelmäßige, wöchentliche „Kippkontrollen“ zur Schwarmvermeidung an unseren Bienenvölkern durch und kontrollieren, ob „verdächtige“ Vorläufer von Weiselzellen vorhanden sind. Unsere Interessenten vom Imkerkurs des OGV Ditzingen sind an unseren Praxistagen sehr engagiert und tatkräftig dabei, wenn es gilt, Schwarmkontrollen durchzuführen. Wir haben zusammen bereits mehrere neue Jungvölker als Ableger gebildet, denn auch diese Möglichkeit des „Schröpfens“ kann zur Schwarmvorbeugung beitragen. Am 23. April konnte in diesem neuen Ableger unsere erste, in diesem Jahr neu geschlüpfte Bienenkönigin zur Freude aller Praxisteilnehmer gefunden und durch eine Neuimkerin mit der für das Jahr 2019 international gültigen Farbe „Grün“ gezeichnet werden. Schwarmvorbeugendes Schröpfen, Drohnenschneiden und wöchentliche „Kippkontrollen“ werden uns auch weiterhin von Mitte April bis Mitte Juli zur Diagnose der Schwarmlust Aufgabe und Pflicht sein.

KL

 

Neue Bienenkönigin vom 23.04.2019 -siehe Kreis-

 

  • 2019_04_23_Bericht_Imkerkurs_001
  • 2019_04_23_Bericht_Imkerkurs_002

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Im April kommt der Imker ins Schwärmen……und auch im Bienenvolk herrscht emsiges Treiben vor April 2019

Ab April blühen Massentrachten wie Kirsche, Apfel, Weißdorn oder Löwenzahn. Unabhängig von Kälterückschlägen erbrüten die Bienen jetzt Drohnen (männliche Bienen) und etwa 1500 Jungbienen täglich – an milden Tagen bieten sie bei Ab- und Anflügen im Bereich vom Flugloch beeindruckende Anblicke. Die Flugbienen schwärmen als „Sammlerinnen“ aus und kehren mit Nektar und „Pollenhöschen“ in allen Farben in kürzester Zeit wieder in ihren „Bienenstock“ zurück. Da sich das Bienenvolk mit rasender Schnelligkeit vermehrt, herrscht bald eine drängende Enge im Bienenhaus vor. Wer jetzt als Imker schläft und dem stetig wachsenden Bienenvolk keinen weiteren Raum gibt, hat bald mit dem „Nachspiel“ der Beengtheit zu kämpfen: denn je nach Witterung ist bereits ab Mitte April mit den ersten Schwärmen zu rechnen. Wir haben deshalb mit Beginn der Kirschblüte bereits gehandelt und die Bienenvölker erweitert, indem wir Honigräume aufgesetzt haben. Zusätzlich wurde zur Reduzierung der Varroamilbe in jedes Volk ein Drohnenrahmen eingebracht, der nach Ausbau von der Bienenkönigin mit männlichen Drohneneiern belegt wird. Drohnenlarven sind bevorzugte „Wirte“ von männlichen und weiblichen Varroamilben. Im langjährigen Mittel können so bis zu 5 Drohnenrahmen geschnitten werden, was in der Folge auf natürliche Art- und Weise die Milbenpopulation im Bienenvolk, und damit die „Varroamilben-Last“ im August auf höchstens die Hälfte reduziert.

KL

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